Motorsport made in Brandenburg

Die Helden im Hintergrund bei der Formel E in Berlin

Von Beginn an ist Berlin als einziger Austragungsort im Kalender der innovativen, vollelektrischen Autorennserie Formula E. Somit gastierte die weltweite Rennserie für Elektro-Boliden am Samstag des Pfingstwochenendes zum nun schon vierten Mal in der deutschen Hauptstadt.

Ort des Geschehens war wieder das Gelände des ehemaligen Flughafens Berlin-Tempelhof, den an jenem 19. Mai schätzungsweise rund 25.000 Fans bevölkerten. Der Allgäuer Daniel Abt feierte vor dieser Traumkulisse einen vielumjubelten Heimsieg vor seinem Stallgefährten im Team Audi Sport ABT Schaeffler, dem Brasilianer Lucas di Grassi, und dem nach wie vor Tabellenleader Jean-Eric Vergne aus Frankreich. Neben diesen Herren sowie dem Serien-Promoter und dem Automobil-Weltverband FIA zeigte sich am Ende auch der sportliche Ausrichter, der ADAC Berlin-Brandenburg, vollauf zufrieden.

„Die FIA-Verantwortlichen waren mit dem Event insgesamt, aber auch mit unserer Arbeit als sportlichem Veranstalter erneut überaus zufrieden“, informierte Horst Seidel, der Leiter der Sportabteilung des ADAC Berlin-Brandenburg e. V., unmittelbar nach dem 2018er-Gastpiel der „ABB FIA Formula E Championship“ in Berlin. Und weiter: „Es wurde seitens der FIA sogar von Streckenmarshalls und einer Rennleitung auf Formel-1-Niveau gesprochen. In solchen Situationen zahlt es sich halt aus, dass wir pro Jahr zahlreiche und ganz unterschiedliche Motorsport-Veranstaltungen organisieren und ausrichten – oft mit einem festen Stamm an Helfern.

Wir bekommen in der Rennleitung das Lob quasi aus erster Hand, dabei sind eigentlich unsere Frauen und Männer draußen an der Strecke diejenigen, die alles umsetzen, auf die wir uns verlassen und stützen können und denen das Lob eigentlich gebührt.“ So zum Beispiel James Bowles. Der 65-jährige Brite war einer von über 100 Stewards insgesamt, respektive der sechs von der Insel angereisten Helfer, die normalerweise an der Traditionsrennstrecke in Silverstone als Streckenmarshalls tätig sind. Im Gespräch mit ihm stellte sich heraus, dass sie Jahr für Jahr auch andere Motorsport-Veranstaltungen absichern.

In Berlin waren sie am sogenannten „FIA Volonteeres Day“, dem seitens der FIA weltweiten Tag der ehrenamtlichen Strecken-Stewards und Helfer, am Posten eins an der stets heiklen Startkurve im Einsatz. Dort erklärte James Bowles. „Wir sind nun im dritten Jahr hier dabei und machen das, weil wir den Motorsport lieben. Ökonomisch betrachtet, ist das für uns bei einem Salär von 50 Euro für zwei Tage bei kostenloser Übernachtung und Verpflegung natürlich ein absolutes Minus-Geschäft. Dennoch kommen wir gern hierher. Wir sind seit Dienstag in Berlin und machen gleich noch ein paar Tage Urlaub mit Sightseeing und so weiter. Wir machen den Job wirklich gern, denn wir treffen immer wieder alte Freunde und lernen neue, nette Leute kennen. Wir fühlen uns alle wie eine Familie und freuen uns schon auf das nächste Formel-E-Rennen in Zürich, wo wir einen Großteil der Stewards von hier wieder treffen werden.“

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