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Klettwitz – Der Franke Jörg Teuchert sicherte sich am Sonntag (26. April) vor 14.000 Zuschauern beide Siege in der IDM SUPERBIKE der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft. Dem Piloten vom Team Yamaha Motor Deutschland gelang damit nach 2005 und 2006 bereits der dritte Doppelsieg auf dem Kurs nahe Senftenberg.
Das Vormittagsrennen gewann Teuchert vor dem Belgier Werner Daemen (BMW) und dem Berliner Dario Giuseppetti (Ducati). Drei Stunden später verwies Teuchert Titelverteidiger Martin Bauer (Honda) und den Belgier Didier van Keymeulen (KTM) auf die Plätze. Mit BMW und KTM gelang damit beiden Neu-Einsteigern der IDM SUPERBIKE ein beeindruckendes Debüt mit jeweils einem Podiumsplatz.
Teuchert übernahm mit seinem idealen Saisonauftakt gleichzeitig die Führung in der Meisterschaft und sorgte mit seinen Punkten für die Führung von Yamaha in der IDM Markenmeisterschaft.
Beim Zeittraining am Samstag hatten die beiden KTM-Piloten Didier van Keymeulen und Stefan Nebel knapp die Nase vorn, neben ihnen sicherten sich der zweifache SUPERBIKE-Meister Martin Bauer und der Norweger Kai-Borre Andersen (Honda) die Plätze in der ersten Startreihe.
1. Lauf:
Der Start zum Vormittagsrennen sah wie oft in der Vergangenheit einen Blitzstart von Martin Bauer. Leider dauerte seine Führung nur kurz. Eingangs der zweiten Runde rutschte der Österreicher ohne Vorwarnung weg. „An der Stelle sind vorher schon Leute runter gefallen. Ich vermute, ich habe da irgendwie Dreck erwischt. Mir hat es schlagartig beide Räder weggerissen. Na ja, es ist eben doch nicht ratsam, immer der Erste zu sein…“
Auch für den Belgier Didier van Keymeulen kam in der zweiten Runde das Aus. „Ich kann mich nur noch erinnern, dass das Bike plötzlich stehen geblieben ist.“, meinte er lakonisch nach dem Rennen.
Die Führung ging zunächst an den Glauchauer Arne Tode (Honda), eine Runde später hatte sich Teuchert in Front geschoben. Tode hatte auf weiche Reifen gesetzt, was sich ab Mitte des Rennens als klarer Nachteil erwies. Er rutschte noch bis auf Rang elf ab. Während Teuchert vorn langsam auf und davon fuhr, blieben die Verfolger Stefan Nebel (KTM) und Werner Daemen (BMW) lange beisammen. Vier Runden vor Schluss schloss auch Giuseppetti auf. Nebel verlor in den letzten beiden Runden einen möglichen Podestplatz. Erst ging Daemen vorbei und kurz vor dem Ziel schnappte sich auch Giuseppetti den KTM-Piloten. Hinter Werner Daemen, Dario Giuseppetti und Stefan Nebel fuhren der Schweizer Roman Stamm und der Ungar Gabor Rizmayer (beide Suzuki) nach beeindruckenden Aufholjagden als Fünfter bzw. Sechster über den Zielstrich.
2. Lauf:
Etwa drei Stunden später und mit rund 5 Grad höherer Asphalt-Temperatur gingen die SUPERBIKE-Piloten zu ihrem zweiten Rennen an den Start. Die Piloten, die in Lauf 1 auf weiche Reifen gesetzt hatten, waren eines Besseren belehrt und fuhren dieses Mal meist mit Medium-Reifen los. Fast schon gewohnt, ging der Start an Martin Bauer, während Stefan Nebel gleich sieben Plätze einbüßte. Relativ schnell pegelte sich die Reihenfolge an der Spitze ein. Hinter Bauer folgten der Pechvogel aus Lauf 1, Didier van Keymeulen (KTM), Jörg Teuchert, Arne Tode, Kai-Borre Andersen und Werner Daemen. In dieser Reigenfolge spulten die Piloten Runde um Runde herunter.
Erst in der zweiten Hälfte kehrte wieder Spannung ein. Bauer, van Keymeulen und Teuchert setzten sich ab, dahinter folgte eine zweite Gruppe mit Arne Tode, Werner Daemen, der Norweger Kai-Borre Andersen sowie Stefan Nebel, der aufschließen konnte.
Fünf Runden vor Schluss übernahm Teuchert die Führung vom Titelverteidiger aus Österreich. Martin Bauer dazu nach dem Rennen: „Uns haben natürlich die Erfahrungen aus dem ersten Lauf gefehlt. Wir haben aber eine gute Reifen-Garnitur erwischt, ich konnte am Anfang gute Pace gehen. Aber ab Mitte des Rennens hatte ich Fahrwerksprobleme, und mir war klar, dass ich so den ersten Platz nicht halten kann. Und Jörg ist dann auch vorbei gegangen. Aber Rang zwei habe ich ins Ziel gebracht.“
Teuchert fuhr seinen zweiten Tagessieg ein und erklärte in der anschließenden Pressekonferenz: „Es sieht so aus, dass das Motorenkonzept der neuen Yamaha R1 reifenschonend ist. Und die Performance war natürlich auch ein Verdienst von Dunlop, aber auch unseres Fahrwerksmanns – eigentlich des ganzen Teams. Es muss halt alles zusammen passen. Im Training lief es bei uns nicht so gut. Also haben wir uns gleich auf eine gute Renn-Performance konzentriert. Der Plan ist aufgegangen – da bin ich natürlich glücklich. Ich habe jetzt 50 Punkte, aber alles liegt dicht beieinander, wir schauen jetzt von Rennen zu Rennen.“
Rang drei ging an den Belgier Didier van Keymeulen, der damit für den Ausfall in Rennen 1 etwas entschädigt wurde. Dessen KTM-Teamkollege Stefan Nebel sicherte sich am Ende Rang vier, vor Arne Tode und dem Norweger Kai-Borre Andersen.
In der Fahrerwertung führt Jörg Teuchert (Yamaha) mit der Idealpunktzahl 50. BMW-Pilot Werner Daemen ist Zweiter (28 Punkte) vor Stefan Nebel (KTM/26).
Auch in der Markenmeisterschaft hat sich Yamaha dank Teuchert (58 Punkte) in Führung gesetzt, aber alle liegen dicht beieinander. Honda und KTM (je 42) sind punktgleich. BMW hat 35 Zähler auf dem Konto.
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